zwischenwelt

Dienstag, 7. Dezember 2004
Werber
Heute war ich mal wieder unter der Sonnenbank, weil ich mich nicht den permanenten Nachfragen, ob mir denn schlecht wäre, aussetzen möchte. Dort lese ich von einer Werberfrau, die 1. ihr Kind Bela genannt hat und 2. nur noch Rharbarba-Schorle trinkt. Ich weiss nicht genau, was ich bescheuerter finden soll. Aber kommen wir zu meinem persönlichen Problemen mit den Werbern. Ich kann Sie alle nicht leiden. Sie reden und reden und heben sich alle auf widerliche Art und Weise in den Himmel. Leider ist auch in meiner unmittelbaren Verwandtschaft so ein Exemplar zu finden, aber sie gehört zumindestens nicht zu den Kreativen und das macht die Sache etwas besser.
Gestern abend sitzen wir beim Italiener und es kommt ein Typ mit einem wunderschönen Hund vorbei. Der muss draussen in der Kälte vor dem Fenster Platz nehmen, während der Typ bekleidet mit einer Maegde und Knechte-Jacke am Tisch neben uns Platz nimmt. Kurze Zeit später kommt seine plexiglasbebrillte Freundin. Die beiden bestellen ihr Essen und vor dem Fenster kommt derweil ein Berliner Obdachloser vorbei und kümmert sich um den Hund. Der wird natürlich von dem Typen weggescheucht (der Obdachlose nicht der Hund). Zurück am Tisch telefoniert die Maegde und Knechte-Jacke weiter mit der Welt und unterhält den ganzen Laden. Die Reste der Pizza werden dem Hund auf den Gehsteig geklatscht.

Der Typ war bestimmt Werber. Ich würde drauf wetten.

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