zwischenwelt

Dienstag, 13. September 2005
Werber II
Sie haben mich - eiskalt erwischt und irgendwie von hinten. Ich arbeite in einer Werbeagentur und kann es selbst kaum glauben. Und ich hatte recht - mit allem was ich über sie geschrieben habe. Sie sind oberflächlich, dumm und geldgeil. Sie halten sich für den Nabel der Welt und ihre Arbeit für wichtig, was eigentlich schon witzig wäre, wenn, ja wenn ich hier nicht arbeiten müsste. Lustig kann ich mir nur eins vorstellen: Türe auf und sagen: ich komm nie wieder - nie. Das würde sich toll anfühlen; bestimmt. Bis zum nächsten Job, denn ich vermute auch der ist nicht anders, auch da sind die Leute, die heute die Firmen leiten, so begeistert von sich selber, das es einem weh tut. Ich kann nur eins sagen: Es liegt NICHT an eurem Können, ihr hattet Glück!

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Samstag, 11. Dezember 2004
Gemeinsamkeit
Ich weiß nicht genau, was Gemeinsamkeit zwischen Menschen ausmacht. Der Wunsch ist wohl alles gleich (oder fast gleich) zu empfinden, zu bewerten. Wenn das dann mal nicht der Fall ist, ist man enttäuscht, besonders dann, wenn man ansonsten recht verwöhnt in diesem Bereich ist.

Ein kleine Episode aus meinem Leben von heute morgen: Ich wollte gerne auf den Trödelmarkt und ein paar Sachen (Baumschmuck, Kerzenleuchter etc) besorgen. Ich voller Elan und Wunschvorstellungen und er trabt die ganze Zeit nur hinter mir her. "Könnte das gut aussehen?" "Wollen wir das mitnehmen?" .... Ich bin frustriert und genervt von seinen "fehlenden" Reaktionen und beschließe, dass Trauerspiel zu beenden, denn so habe ich mir das nicht vorgestellt. Und dann setzt er dem ganzen die Krone auf, indem er für "sein" Weihnachten sehr wohl aktiv wird.

Wahrscheinlich hat er sich das so auch nicht vorgestellt; das weiß ich auch, aber es hilft mir nicht wirklich.

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Dienstag, 7. Dezember 2004
Werber
Heute war ich mal wieder unter der Sonnenbank, weil ich mich nicht den permanenten Nachfragen, ob mir denn schlecht wäre, aussetzen möchte. Dort lese ich von einer Werberfrau, die 1. ihr Kind Bela genannt hat und 2. nur noch Rharbarba-Schorle trinkt. Ich weiss nicht genau, was ich bescheuerter finden soll. Aber kommen wir zu meinem persönlichen Problemen mit den Werbern. Ich kann Sie alle nicht leiden. Sie reden und reden und heben sich alle auf widerliche Art und Weise in den Himmel. Leider ist auch in meiner unmittelbaren Verwandtschaft so ein Exemplar zu finden, aber sie gehört zumindestens nicht zu den Kreativen und das macht die Sache etwas besser.
Gestern abend sitzen wir beim Italiener und es kommt ein Typ mit einem wunderschönen Hund vorbei. Der muss draussen in der Kälte vor dem Fenster Platz nehmen, während der Typ bekleidet mit einer Maegde und Knechte-Jacke am Tisch neben uns Platz nimmt. Kurze Zeit später kommt seine plexiglasbebrillte Freundin. Die beiden bestellen ihr Essen und vor dem Fenster kommt derweil ein Berliner Obdachloser vorbei und kümmert sich um den Hund. Der wird natürlich von dem Typen weggescheucht (der Obdachlose nicht der Hund). Zurück am Tisch telefoniert die Maegde und Knechte-Jacke weiter mit der Welt und unterhält den ganzen Laden. Die Reste der Pizza werden dem Hund auf den Gehsteig geklatscht.

Der Typ war bestimmt Werber. Ich würde drauf wetten.

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