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Mittwoch, 10. November 2004
Da muss man durch
sputnik, 18:14h
Da hat dann irgendjemand ein hässliches Lokal im Schwarzwaldstil dazu erklärt "in" zu sein. Viele Frauen mit schlechten "Sex and the City"-Klamotten und Männer mit riesengroßen Plexiglasbrillen sitzen neben den Anzug-Schmierlappen. Alle tun sie als hätten sie noch Geld, aber eigentlich ist der Laden nur so hip, weil er für Mitte humane Preise hat. Es ist brechend voll, verraucht und jeder kann seinen Hals im 360° drehen. Viele lautes Gegiffel und Gedröhne. Man hat den Wunsch rückwärts wieder rauszugehen, aber da wird auch schon wild gewinkt, Luft neben dem Ohr geküsst und gefragt: "Auch ein Bier? Das Tannenzäpfle ist großartig. Und die Flammkuchen erst. Musst Du unbedingt probieren...." (Wens interessiert, beides war schlecht.)
Da bleibt einem nur eins übrig: Her mit dem Bier und ganz viel davon. Irgendwann sieht man niemanden mehr, hört sich nur noch selber zu und wankt nach Hause. Gott sei Dank. Wieder einmal für eine Woche genug Sozialkontakte gepflegt.
Da bleibt einem nur eins übrig: Her mit dem Bier und ganz viel davon. Irgendwann sieht man niemanden mehr, hört sich nur noch selber zu und wankt nach Hause. Gott sei Dank. Wieder einmal für eine Woche genug Sozialkontakte gepflegt.
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Dienstag, 9. November 2004
Völlig überflüssig
sputnik, 21:17h
das kann man sowohl über den gestrigen Abend im ewig hippen Mitte sagen (dazu morgen mehr), als auch über den wundervollen Tag heute. Den Tag heute habe ich leidend auf dem Bett verbracht, mir schlechtes Fernsehprogramm angeschaut und meinen Freund in den Supermarkt gescheucht, um mit seltsamen Getränken und Nahrungsmitteln meine Leiden zu lindern. An solchen Tagen finde ich Zusammenleben superklasse. Und langsam hört mein Kopf auf zu schmerzen und ich fange an, mir Sorgen darüber zu machen, dass ich immer noch nicht meine Steuer gemacht habe, unerfüllte Aufträge auf meinem Schreibtisch liegen...
Schnell wieder ins Bett, sich auf Six Feet Under freuen und feststellen, dass ja morgen auch noch ein Tag ist. Ja morgen. Wirklich.
Schnell wieder ins Bett, sich auf Six Feet Under freuen und feststellen, dass ja morgen auch noch ein Tag ist. Ja morgen. Wirklich.
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Dienstag, 9. November 2004
hatte ich erwähnt,
caveman, 00:33h
dass ich mich fühle, als fehle mir mein rechter Arm, wenn Du nicht da bist?
Du musst mehr ausgehen. Ich übe derweil, wie es sich als Linkshänder lebt.
Du musst mehr ausgehen. Ich übe derweil, wie es sich als Linkshänder lebt.
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Tortur des Zusammenlebens?
caveman, 16:40h
Sowas kann man auch nur behaupten, wenn man mal wieder nicht miteinander redet. :-)
Jeder tut sich das freiwillig an und jeder kann es auch freiwillig wieder beenden. Sei es, weil man es nicht mehr aushält, weil einem das Singleleben doch besser gefällt oder weil die ganze Welt danach schreit, doch endlich wieder normal zu werden. So normal, wie die, die sich Ihr Abendbrot an der Tanke kaufen und erst nach drei Tagen merken, dass die Uhren eine Stunde zurückgestellt wurden.
Das Leben verändert sich. Ich verändere mich. Und damit auch die Punkte, über die man sich streiten kann. Oft werden Sie nichtiger und es hat gar nichts mit dem Zusammenleben zu tun, daß man sich darüber streitet, sondern mit der eigenen Person. Man erwischt sich dabei, daß man lieber anders wäre, als in diesem Moment. Geht aber nicht, weil man sich selbst im Weg steht. Der andere, der den Anlaß liefert, ist nur Mittel zum Zweck.
Das Zusammenleben ist keine Tortur. Wir sind es. Manchmal.
Jeder tut sich das freiwillig an und jeder kann es auch freiwillig wieder beenden. Sei es, weil man es nicht mehr aushält, weil einem das Singleleben doch besser gefällt oder weil die ganze Welt danach schreit, doch endlich wieder normal zu werden. So normal, wie die, die sich Ihr Abendbrot an der Tanke kaufen und erst nach drei Tagen merken, dass die Uhren eine Stunde zurückgestellt wurden.
Das Leben verändert sich. Ich verändere mich. Und damit auch die Punkte, über die man sich streiten kann. Oft werden Sie nichtiger und es hat gar nichts mit dem Zusammenleben zu tun, daß man sich darüber streitet, sondern mit der eigenen Person. Man erwischt sich dabei, daß man lieber anders wäre, als in diesem Moment. Geht aber nicht, weil man sich selbst im Weg steht. Der andere, der den Anlaß liefert, ist nur Mittel zum Zweck.
Das Zusammenleben ist keine Tortur. Wir sind es. Manchmal.
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